Kurzschaft-endoprothetik
Innerhalb der letzten 30 Jahre hat sich die Hüftgelenkersatzchirurgie stetig weiter entwickelt. Heute zählt der Eingriff zu den 20 häufigsten in Deutschland durchgeführten Operationen mit mehr als 200.000 Primäreingriffen.
Von Anfang an waren Instrumente notwendig um die Implantate mit ihren jeweiligen Formgebungen zu implantieren. Heute können viele Implantate mit einem Instrumentarium eingesetzt werden. Die große Prothesenvielfalt gibt dem Operateur die Möglichkeit sich den anatomischen Vorraussetzungen adäquat anzupassen.
Sowohl die Implantatformen wie auch die verwendeten Materialien haben sich stetig weiter entwickelt. Heute sind alle Materialien und Prothesen einer DIN-Norm entsprechend und verfügen über vergleichbare Materialzusammensetzungen.
Meist sind die zementfrei verankernden Implantate aus einer Titanschmiedelegierung und die zementierten aus eine Kobalt Chrom Legierung gefertigt. Auch Hochleistungskeramiken oder leistungsstarke Polyethylene haben sich als Gleitpaarung etabliert.
Standardisierte Abläufe in der Klinik von der Aufnahme bis zur Entlassung in die Rehabilitation fokussieren das Wohlbefinden des Patienten und tragen zur Remobilisierung bei.
Bei der Prothesenauswahl haben sich die Geradschaftprothesen in der Vergangenheit als besonders erfolgreich erwiesen und können mit Standzeiten von über 20 Jahre ihre klinische Bedeutung unterstreichen.
Trotz der Entwicklung und der großen Fortschritte bleibt die Tatsache, dass es sich bei der Implantation einer Prothese um ein nicht körpereigenes Material handelt, und damit für eine lange Standzeit Nachuntersuchungen und neue Verhaltensweisen notwendig sind.